Stoppt den Busbahnhof beim Prater!

Ohne öffentliche Diskussion wurde von der Stadtregierung im kleinen Kreis ein Mega-Projekt direkt beim – bereits von allen Seiten gefährdeten – Naherholungsgebiet „Grüner Prater“ beschlossen. Dies entgegen der Ansicht von kritischen ExpertInnen und der Ergebnisse einer von der Stadt beauftragten Studie, die den geeignetsten Standort beim Verteilerkreis Favoriten sehen würde. Protest der Favoritner AnwohnerInnen hat das Projekt dort allerdings verhindert.

Der spekulative Megabau vom Umfang des Salzburger Flughafens beim größten Naherholungsgebiet Wiens stellt eine stadtplanerische Entscheidung für die nächsten Generationen dar, die dann nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Er wäre bei seiner Umsetzung eine soziale und ökologische Katastrophe, nicht nur wegen massiver Bodenversiegelung und extrem erhöhter Lärm- und Schadstoffbelastung, sondern auch aufgrund der begleitenden Umstände wie Taxi- Zu und Anfahrten usw. Der Zweck des für die öffentliche Hand enorm teuren Projektes dient ausschließlich dem Interesse weniger internationaler Fernbusunternehmen, welche unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen eine unökologische Form des Fernverkehrs anbieten.

Wir fordern die Stadtregierung auf, die Planung des Fernbus-Bahnhofes beim Naherholungsgebiet „Grüner Prater“ sofort zu stoppen und das Projekt unter Einbeziehen möglichst vieler ExpertInnen neu zu überdenken!


Neue Entwicklungen – das Projekt soll ohne echte BürgerInnenbeteilung durchgezogen werden

Es gibt neue Entwicklungen: Eine Machbarkeitsstudie wurde von der Stadtregierung vorgestellt. Die beliebte Fun&Sporthalle muss diesem Megaprojekt weichen. Echte BürgerInnenbeteiligung wird in Corona-Zeiten als „wir werden neue Wege dazu finden müssen“ negiert.
Unbeantwortete Fragen bleiben:

  • Wie kann eine soziale und ökologische Stadtplanung einen Fernbusterminal im Ausmaß eines mittleren Flughafens mitten in der Stadt beim Naherholungsgebiet „Grüner Prater“ befürworten?
  • Der Bau erfolgt über Gelder der Stadt Wien und bringt nur privaten Fernbus-Unternehmen Profit. Die Kosten belaufen sich veranschlagt auf 200-300 Mio. Euro, es werden wohl sicher 500 Mio Euro werden. Warum werden diese kommunalen Geldern privaten Unternehmen auf dem Tablett serviert?
  • Die Zu- und Anfahrten werden sich nicht nur auf die Busse beschränken (für jeden der 34 geplanten Bushaltestellen ca. 50 PKW-Dauerparkplätze für Reisende sowie viele Taxi-Standplätze und Zu- und Abfahrten von Uber und Individualverkehr). Dies alles direkt beim größten Naherholungsgebiet Wiens. Diese nicht schienengebundenen Verkehrsmittel finden ihren Weg über das Navigationsgerät, nicht über gedachte Zufahrtsmöglichkeiten. Die Straßen und Grätzel in der Umgebung (inklusive der Meiereistraße direkt durch den „Grünen Prater“) werden vor allem in Spitzenzeiten eine extreme zusätzliche Verkehrsbelastung erfahren.
  • Welchen Mehrwert bringt ein dazu geplanter Büro- und Hotelkomplex für die StadtbewohnerInnen und AnrainerInnen, außer weitere spekulationsgetriebene Versiegelung von Flächen sowie Verkehrszunahme?
  • Wie kann eine adäquate BürgerInnenbeteiligung aussehen, wenn keine großen Versammlungen aufgrund Verordnungen der Bundesregierung möglich sind? Weder zur Vorbereitung von Widerstand noch zur Forderung von BürgerInnenversammlungen?
  • Warum wird eine Studie negiert, die – sogar von der Stadtverwaltung beauftragt – den Standort beim „Grünen Prater“ als den nicht Besten bestimmt? Warum wird für ein Infrastrukturprojekt für die nächsten Generationen mit unabsehbaren Auswirkungen nicht ein Konvent mit kritischen StadtplanerInnen erwirkt? Kann es sein, dass einfach die Baulobby in dieser Stadt regiert und soziale sowie ökologische Entscheidungen für die Stadtregierung keinen Sinn machen?

Wir fordern:

  • Planung für einen zentralen Wiener Fernbusbahnhof: Zurück an den Start!
  • Kritische StadtplanerInnen ohne spekulationsgetriebene Hintergründe gehören miteinbezogen! Der Standort beim „Grünen Prater“ macht keinen Sinn.
  • Erweiterte BürgerInnenbeteiligung ist notwendig, eine wienweite BürgerInnenbefragung könnte notwendig sein!
  • Fernbusse verringern keine Flug- und Individualreisen. Sie ziehen Reisende von der ökologisch deutlich besseren Bahn durch Ausbeutung des Personals ab. Es ist fragwürdig, ob ein zentraler Fernbusbahnhof für Wien notwendig ist.
  • Schienen existieren in fast alle Bereiche, wo Fernbusse hinfahren, diese gehören nur wieder aktiviert, die Millionen sind dort besser investiert.

Petition gegen den Fern-Busbahnhof beim „Grünen Prater“

Online unterschreiben:

https://secure.avaaz.org/de/community_petitions/wiener_stadtregierung_stopp_fuer_den_fernbusbahnhof_beim_wiener_gruenen_prater

Oder real herunterladen und unterschreiben:

https://stopptdenbusbahnhofhome.files.wordpress.com/2019/08/petition-busbahnhof2.pdf

oder:

https://stopptdenbusbahnhofhome.files.wordpress.com/2019/08/petition-busbahnhof.pdf

Herunterladen, möglichst viele Unterschriften sammeln und senden an:
KPÖ&PolDi Leopoldstadt, Nestroyplatz 1/20a, 1020 Wien – Porto zahlt Empfänger

Bleibe in Kontakt:
E-Mail an poldi@leopoldstadt.net und du wirst am Laufenden gehalten!


Impressum: KPÖ&PolDi Leopoldstadt, Nestroyplatz 1/20a, 1020 Wien. E-Mail: poldi@leopoldstadt.net

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